Geschichte der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken des Bergmannstrost
Kurzer geschichtlicher Abriss
Die Berufsgenossenschaftlichen Klinken Bergmannstrost blicken auf über 110 Jahre Geschichte zurück. Bereits 1884 wurden den Berufsgenossenschaften mit dem Unfallversicherungsgesetz zwei Hauptarbeitsgebiete zugewiesen: die Unfallverhütung und das Heilverfahren.
Um die bis dahin unzureichende Versorgung im Heilverfahren zu verbessern, entschlossen sich die Berufsgenossenschaften zur Errichtung eigener Krankenhäuser.
Am Sitz der Sektion IV in Halle/ Saale wurde 1887 unter der Leitung von Bergassessor Bernhard Leopold mit der Planung eines Krankenhauses begonnen.
Dank eines zügigen Bauablaufs konnte am 8. September 1894 das Krankenhaus Bergmannstrost eingeweiht werden. Unter der Leitung des ersten ärztlichen Direktors, Prof. Dr. med. Max Oberst, wurden die Leistungen des Bergmannstrostes schnell über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die Bettenkapazität musste in den ersten 6 Jahren von 132 auf 300 erweitert werden.
Damals wie heute lag die Hauptauf- gabe des Krankenhauses in der Behandlung und Nachbehandlung verletzter Arbeiter. Deren Einzugs- bereich erstreckte sich von Berlin bis zur bayrischen, von Hannover bis zur schlesischen Grenze.
Seit der Inbetriebnahme 1894 mit einer Kapazität von 132 Betten, Kosten für den Patienten von 2,50 Reichsmark und der Anwendung der „medicomechanischen“ Nachbehandlung mit Bewegungs- übungen und Stärkung der Muskulatur, hat sich viel geändert. Heute wird das Bergmannstrost mit seinen 9 Fachabteilungen von allen Berufsgruppen und Gesellschafts- schichten in Anspruch genommen.
Entstanden ist ein medizinisches Hochleistungszentrum für den mitteldeutschen Raum, das mit medizintechnischer Ausstattung und Angebotsvielfalt sowie besonders seinem ärztlichen und pflegerischen Personal überregional Zeichen setzt.
Als hervorragende Adresse für Erstversorgung und Weiterbehand- lung haben sich die Berufsgenos- senschaftlichen Kliniken in Halle etabliert.